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Sparsame Haushaltsgeräte - Verbraucherinformationen

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Einführung

Elektrische Geräte sind Anschaffungen für viele Jahre. Neben einer guten Leistung stehen Zuverlässigkeit und Sparsamkeit im Vordergrund, denn ein niedriger Strom- und Wasserverbrauch spart Betriebskosten und vermindern die Belastung der Umwelt. Besonders sparsame Geräte können daher wesentlich mehr Strom- und Wasserkosten einsparen, als sie beim Kauf teurer sind. In Deutschland werden unzählige elektrische Haushaltsgeräte angeboten, unter denen einige besonders sparsame Modelle zu finden sind. Daneben gibt es viele Geräte mit mittleren, leider aber auch viele mit extrem hohem Verbrauch.

Was ist das EURO-Label?

Das EURO-Label ist ein einfaches Hilfsmittel für den Verbraucher, mit einem Blick stromsparende und umweltverträglichere Geräte zu erkennen. Das EURO-Label besteht aus einem Buchstaben zwischen A und G, wobei "A" besonders sparsam und "G" besonders verschwenderisch bedeutet. "B"- bis "F"-Geräte liegen irgendwo dazwischen. Allerdings ist zu beachten, dass nur bei Geräten innerhalb gleicher Bauart das "A" sparsamer ist als z.B. "B". "A" bedeutet zusätzlich, dass ein Gerät weniger als 55 Prozent des durchschnittlichen Verbrauchs der Bauart verbraucht.

Bei Kühl- und Gefriergeräten hängt der Stromverbrauch von der Gerätetechnik, der Isolation des Gehäuses und der Effizienz des Kälteaggregats ab. Auch der Aufstellungsort und die Art der Benutzung spielen eine wesentliche Rolle. Je nach Klimaklasse des einzelnen Geräts kann man sagen: Je kühler der Aufstellort, desto geringer der Energieverbrauch. Auch eine ausreichende Belüftung der wärmetauschenden Flächen des jeweiligen Gerätes sind zu beachten.

Temperaturzonen bei Kühl- und Gefriergeräten

Bei Kühl- und Gefriergeräten lassen sich insgesamt sieben verschiedene Temperaturzonen unterscheiden, die jeweils für die Kühlung, Lagerung oder das Einfrieren unterschiedlichster Lebensmittel geeignet sind. Da diese verschiedenen Kühlfächer bei den Herstellern unterschiedliche Namen haben, sollte sich der Verbraucher individuell darüber beraten lassen, welches Kühl- oder Gefriergerät er letztlich benötigt.

Abtauen, No-Frost oder Low-Frost

In Kühl- und Gefriergeräten kommt es zur Eisbildung, wenn feuchte Luft z.B. beim Öffen eindringt oder feuchte Speisen eingelagert werden. Grundsätzlich schadet eine geringe Eisbildung nicht, aber zu viel Eis erhöht den Stromverbrauch. Es sollte unbedingt abgetaut werden.<br />Extra entwickelte sog. No-Frost-Geräte verhindern die Eisbildung durch einen permanenten Luftstrom. Allerdings benötigen diese ca. 10-30% mehr Strom für den Ventilator. Low-Frost-Geräte verringern durch einen eingebauten Trockenluft-Sack die Eisbildung innerhalb des Geräts, und das ohne zusätzlichen Stromverbrauch.

Unterschiedlicher Energieverbrauch bei Gefriertruhe, Gefrierschrank und Gefrierkombination

Zum Einfrieren und zur Lagerung von Lebensmitteln eignen sich verschiedene Produkte. Gefriertruhen sind geräumig und verbrauchen wenig Strom. Gefrierschränke mit Schubladen erleichtern die geordnete Lagerhaltung und sind leichter zu füllen. Allerdings ist ihr Stromverbrauch bei gleichem Volumen höher als bei Truhen. Kombinierte Kühl- und Gefriergeräte können sinnvoll sein, wenn man z.B. in der Küche nur einen Aufstellplatz hat. Jedoch benötigt diese Lösung pro Gefriervolumen am meisten Strom.

Der Stromverbrauch bei Wäschetrocknern

Handelsübliche Trommel-Wäschetrockner haben einen ähnlichen Energieverbrauch. Als besonders sparsam können nur einige wenige Geräte bezeichnet werden. Relativ sparsame Trockner benötigen ca. 3,3 - 3,5 kWh für 5kg Wäsche. Geräte mit höherem Energieverbrauch sind nicht zu empfehlen. Bei Standort eines Wäschetrockners ist zu beachten, dass sie in der Heizperiode zusätzlich zum eigenen Stromverbrauch auch dem Raum Wärme entziehen, die von der Heizung geliefert wird.

Ist ein Warmwasseranschluss für Wasch- und Spülmaschinen sinnvoll?

Bei Wasch- und Spülmaschinen wird der meiste Strom zum Aufheizen des Wassers benötigt. Sinnvoll bei Waschmaschinen ist die Nutzung eines Warmwasseranschlusses bzw. ein Warmwasser-Mischgerät (s.u.), das vor dem einzigen Zulaufschlauch angebracht ist. Dieses sog. "Vorschaltgerät" mischt kaltes und warmes Wasser selbsttätig auf die richtige Temperatur. Auch bei Spülmaschinen ist ein Warmwasseranschluss sinnvoll, jedoch nicht zu empfehlen, wenn es sich bei dem Gerät um eine Spülmaschine mit Wärmerückgewinnung handelt. Grundsätzlich kann man sagen, dass die Nutzung von Warmwasser zu empfehlen ist, wenn es aus Solaranlagen oder Fernwärme, aus einer modernen Zentralheizung oder aus einem geeigneten Gas-Durchlauferhitzer stammt. Neben einer guten Isolierung der Zuleitung ist darauf zu achten, dass bei Waschmaschinen nicht mehr als zwei, bei Spülmaschinen nicht mehr als ein Liter kaltes Wasser ausfließen, bevor warmes Wasser kommt.

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